Geldanlage – Know-how für Anleger

Kurzcheck der wichtigsten Anlageformen

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Sparformen. Ich beschreibe und analysiere sie und füge am Ende einen Kurzcheck an. Neben den Elementen des „magischen Dreiecks“ Rendite, Sicherheit und Liquidität besteht dieser Check jeweils aus der Betrachtung der anfallenden Kosten und meiner Einschätzung, für welche Sparzwecke die Anlagen geeignet sind.

 

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    Aktien: Mit diesen Wertpapieren besitzen Anleger einen Teil eines Unternehmens
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    Festgeld: Eine sichere, aber derzeit fast zinslose Anlage für Sparer
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    Gold und Silber: Eine Versicherung gegen Katastrophen, aber sehr schwankungsanfällig
Tagesgeld

Tagesgeld ist sehr liquide, d.h., die Anleger können täglich über ihr Geld verfügen oder weiteres einzahlen. Mit durchschnittlich 0,4 % waren die Zinsen im Sommer 2014 laut Bundesbank sehr niedrig.


Kurzcheck Tagesgeld

Sicherheit sehr hoch dank Einlagensicherung
Rendite zurzeit niedrig, aber besser als Sparbuch
Verfügbarkeit jederzeit
Kosten keine direkten Gebühren
Eignung

Liquiditätsreserve, Vermögensaufbau
nur in Hochzinsphasen

 

Festgeld

Festgeld (auch Termineinlage genannt) ist nicht so flexibel wie Tagesgeld, bringt aber mehr Zinsen. Meistens steigen sie mit der Höhe des Anlagebetrags und werden für eine bestimmte Zeit festgeschrieben, üblich sind ein Monat bis zu vier Jahren. Die Bank kann die Konditionen während der Laufzeit nicht verschlechtern, wenn das allgemeine Zinsniveau fällt. Die Kehrseite der Medaille: Sparer können bei steigenden Zinsen nicht umschichten. Im Sommer 2014 rentierte sich laut Bundesbank Festgeld mit bis zu einem Jahr Laufzeit im Schnitt mit 0,7 Prozent, bei mehr als zwei Jahren mit 1,2 Prozent.


Kurzcheck Festgeld:

Sicherheit

sehr hoch dank Einlagensicherung

Rendite niedrig, aber in der Regel mehr als Tagesgeld
Verfügbarkeit stark eingeschränkt während der Festlegungsfrist
Kosten keine direkten Gebühren
Eignung Zielsparen für Anschaffungen, Vermögensaufbau nur in Hochzinsphasen

 

Sparbuch

Das Sparbuch eignet sich besonders, um kleinere Beträge anzusparen. Da es keine Mindestanlagesumme gibt, können jederzeit auch Minibeträge eingezahlt werden. Der Sparbuchzins ist aber sehr niedrig und außerdem variabel, kann also je nach Situation an den Finanzmärkten und je nach Leitzins der Notenbank angepasst werden. Beim „normalen“ Sparbuch gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

 

Kurzcheck Sparbuch

Sicherheit sehr hoch dank Einlagensicherung
Rendite sehr niedrig
Verfügbarkeit bis 2000 Euro pro Monat ohne Kosten
Kosten keine direkten Gebühren
Eignung Liquiditätsreserve und Ansparen kleiner Beträge, ungeeignet für Vermögensaufbau

 

Sparbrief

Sparbriefe sind Wertpapiere von Banken oder Sparkassen, die auf den Namen des Käufers ausgestellt sind. Nach der vereinbarten Laufzeit, die ein Jahr bis zu zehn Jahre beträgt – mit Schwerpunkt bei vier bis fünf Jahren – ,erhält der Sparer sein Geld zuzüglich der angesammelten Zinsen zurück. Es kann allerdings auch eine jährliche Auszahlung der festgeschriebenen Zinsen vereinbart werden. Ein Verkauf während der Laufzeit ist (außer in manchen Fällen aus Kulanz) nicht möglich.

 

Kurzcheck Sparbrief:

Sicherheit sehr hoch dank Einlagensicherung
Rendite niedrig, nur in Hochzinsphasen gute Verzinsung
Verfügbarkeit gar nicht, während der Laufzeit kein Verkauf möglich
Kosten keine direkten Gebühren
Eignung nur zum Zielsparen für größere Anschaffungen, ungeeignet für Vermögensaufbau

 

Sparplan

Bank-Sparverträge gibt es in einer Vielzahl von Ausgestaltungen: mit festen oder variablen Zinsen, mit Bonuszahlungen am Laufzeitende oder mit Stufenzinsen, die von Jahr zu Jahr steigen, mit Unkündbarkeit während der Laufzeit bis zu Entnahmemöglichkeiten in gewissen Grenzen. Gemeinsam ist aber allen, dass der Sparer einen Vertrag mit der Bank abschließt und sich verpflichtet, regelmäßig – meistens monatlich – eine bestimmte Summe einzuzahlen. Die Mindestanlage beträgt meistens 25 bis 100 Euro pro Einzahlung. Die Laufzeiten bewegen sich üblicherweise zwischen drei und zehn Jahren, können aber auch bis zu 25 Jahre erreichen. Die Ausgestaltung variiert von Geldinstitut zu Geldinstitut, sodass ein direkter Vergleich schwer möglich ist.

 

Kurzcheck Sparplan:

Sicherheit sehr hoch dank Einlagensicherung
Rendite niedrig
Verfügbarkeit stark eingeschränkt bis gar nicht während der Laufzeit
Kosten keine direkten Gebühren
Eignung zum regelmäßigen Sparen kleiner Beträge, Zwang zur Disziplin

 

Bausparen

Bausparverträge gibt es in zwei Ausprägungen: der klassischen mit dem Ziel des Eigenheimerwerbs (berechtigt zu einem zinsgünstigen Darlehen von der Bausparkasse) sowie einer „Sparervariante“, bei der man das angesparte Geld auch dann im vollen Umfang ausgezahlt bekommt, wenn man es für einen anderen Zweck als zum Bauen oder Renovieren verwendet. Die Laufzeit beträgt in der Regel sieben Jahre.

 

Kurzcheck Bausparen:

Sicherheit sehr hoch dank Einlagensicherung
Rendite niedrig, aber dafür Anrecht auf niedrige Darlehenszinsen
Verfügbarkeit stark eingeschränkt während der Sparphase
Kosten hohe Abschlussgebühr
Eignung für künftige Immobilienkäufer und als Finanzbasis für Renovierungen

 

Versicherungen

Ebenso wie Bankangebote gibt es auch Versicherungen in vielfältigen Ausprägungen. Die folgenden zählen zu den wichtigsten:

Jede Lebensversicherung besteht aus zwei Teilen: erstens einem Sparvertrag, der während der Vertragslaufzeit angespart wird und dessen Endsumme dem Versicherten am Vertragsende ausbezahlt wird; zweitens einem Risikoschutz, der sicherstellt, dass die Hinterbliebenen die Versicherungssumme bekommen, falls der Kunde vor Vertragsende stirbt. Es fließt also nicht der gesamte Beitrag des Kunden in den Sparvertrag, sondern nur 75 bis 85 %. Den Rest verwenden die Versicherungsunternehmen für den Risikoschutz und die (hohen) Verwaltungskosten. Verzinst wird aber nur der Sparanteil, sodass die Rendite der gesamten Einzahlungen in Wirklichkeit sehr viel niedriger ist als es die Assekuranz ausweist. Nur für den Sparanteil gibt es übrigens auch mindestens den Garantiezins, der für neue Verträge ab 2015 auf 1,25 % gesenkt wird. Der Versicherungskunde bekommt, falls er das Laufzeitende (üblicherweise das 60. Bis 65. Lebensjahr) erlebt, darüber hinaus noch eine Überschussbeteiligung. Lebensversicherungen sind steuerbegünstigt, falls sie mindestens 12 Jahre laufen und frühestens nach dem 62. Lebensjahr (Altverträge: 60. Lebensjahr) zur Auszahlung kommen. Dann unterliegt nur die Hälfte der Erträge der Steuer. Bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind die ausgezahlten Beträge sogar ganz steuerfrei.


Kurzcheck Lebensversicherungen:

Sicherheit hoch
Rendite angesichts der extrem langen Laufzeiten viel zu mager
Verfügbarkeit sehr schlecht, während der Laufzeit eine Beleihung möglich, bei Kündigung hohe Abschläge
Kosten hohe Abschlussgebühr und hohe Verwaltungskosten
Eignung

die Finger davon lassen, Todesfallrisiko kann viel billiger mit einer Risikolebensversicherung abgedeckt werden

 

Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung  ist sozusagen die Zwillingsschwester  der Lebensversicherung und in erster Linie ein Instrument für die eigene Altersvorsorge. Es kann jedoch auch vereinbart werden, dass im Todesfall ein Teil der einbezahlten Beträge an den Hinterbliebenen oder einen sonstigen Begünstigten ausbezahlt wird. Bei der Rentenversicherung muss, im Gegensatz zur Lebensversicherung, kein „Risikotopf“ gefüttert werden, alle Einzahlungen abzüglich der Abschluss- und Verwaltungskosten fließen in den „Spartopf“. Dadurch wächst die Sparsumme schneller als bei der Lebensversicherung. Ab dem Ende der Laufzeit – im Allgemeinen dem 65. Lebensjahr – erhält der Versicherte die Ablaufleistung entweder in einer Summe oder lebenslang in Form einer Rente, unabhängig davon, wie alt er wird. Die Rendite auf sein eingezahltes Kapital ist also letztlich umso höher, je länger er lebt und damit die Leibrente kassieren kann. Weil die durchschnittliche Lebenserwartung ständig zunimmt und die Zinsen derzeit so tief sind wie noch nie, schmelzen die im Alter gewährten Rentenzahlungen jedoch immer mehr ab. Positiv ist zu werten, dass die Rentenzahlungen nur in geringem Umfang besteuert werden.


Kurzcheck Rentenversicherung:

Sicherheit hoch
Rendite angesichts der extrem langen Laufzeiten viel zu mager
Verfügbarkeit sehr schlecht, während der Laufzeit nur als Darlehen, Kündigung sehr teuer
Kosten hohe Abschlussgebühr und hohe Verwaltungskosten
Eignung die Finger davon lassen

 

Die wichtigsten Wertpapiere und Kapitalmarktprodukte

Die drittgrößte Säule der Vermögensbildung besteht aus Wertpapieren. Dieser Bereich umfasst im Wesentlichen die breite Palette börsengehandelter Effekten mit den Schwergewichten Aktien und Anleihen. Hinzu kommen Produkte, die überwiegend aus Wertpapieren bestehen, insbesondere ETFs und Investmentfonds.

 

Anleihen

Festverzinsliche Wertpapiere, auch Schuldverschreibungen oder Anleihen genannt, sind in der Regel mit fester Laufzeit und – Ausnahme Floater – festgeschriebenen Zinsen ausgestattet. Sie sind verbriefte Forderungen (Kredite) des Anleihekäufers gegenüber dem Emittenten, also dem Schuldner, und können börsentäglich an der Börse ge- und verkauft werden. Der Kurs orientiert sich dabei am allgemeinen Zinsniveau. Steigt es, fallen die Kurse früherer Anleihen, fällt es, so wie in den letzten Jahrzehnten, steigt der Anleihekurs. Je länger die Laufzeiten, desto stärker die Kursbewegungen. Am Laufzeitende wird aber in der Regel der vereinbarte Kurs von üblicherweise 100 Prozent zurückgezahlt. Es gibt mehrere Arten von festverzinslichen Wertpapieren: Staatsanleihen, Pfandbriefe (werden von Banken ausgestellt, bringen etwas höhere Renditen als Staatsanleihen) und Unternehmensanleihen (Sicherheit und Rendite hängen vom emittierenden Unternehmen ab). Je besser die Bonität des Schuldners, desto niedriger die Gefahr eines Zahlungsverzugs oder -ausfalls und damit der Zinssatz. In der Finanzkrise wurden viele so genannte Schrottanleihen von Unternehmen nicht zurückgezahlt, aber auch Staatsanleihen von Griechenland und anderen Ländern.

 

Kurzcheck Anleihen

Sicherheit hoch bis minimal, je nach Bonität; allerdings enormes Kursrisiko bei steigenden Zinsen, das umso höher ist, je länger die Laufzeiten sind
Rendite historischer Tiefstand, niedriger als die Inflation, daher realer Wertverlust
Verfügbarkeit gut, da börsentäglich zu veräußern, außer bei kleinen Emissionen, oft ohne Rating
Kosten normale Wertpapierspesen, abhängig von den Konditionen der Bank
Eignung in Normalzeiten gute Basis fürs Depot, zurzeit bestenfalls Kurzläufer interessant

 

Aktien

Mit dem Kauf von Aktien wird man zum Teilhaber an Aktiengesellschaften und ist somit unmittelbar am Wohl und Wehe von Unternehmen beteiligt. Die langfristigen Aussichten der Firmen verbessern oder verschlechtern sich im Gefolge der Gesamtkonjunktur und der Entwicklung in der entsprechenden Branche. Vor allem kommt es jedoch darauf an, wie erfolgreich das Management arbeitet, investiert, forschen lässt, Märkte erschließt und die Kosten in den Griff bekommt. Der kurzfristige Kursverlauf hängt mehr von psychologischen, markttechnischen und immer häufiger auch politischen Faktoren – wie der Eurokrise oder Spannungen im Nahen Osten – ab als von harten Wirtschaftsdaten. Langfristig spielt die nachhaltige Ertragsentwicklung eines Unternehmens die entscheidende Rolle. Aktien weisen deshalb zwar kurzfristig oft starke Kursschwankungen auf, langfristig sind sie aber unverzichtbar, da sie eine Teilhabe am Wachstum und am technischen Fortschritt verbürgen und deshalb deutlich höhere Renditen als Zinsanlagen bringen.


Kurzcheck Aktien:

Sicherheit kurzfristig riskant, langfristig guter Schutz vor Inflation
Rendite langfristig sehr hoch, kurzfristig stark schwankend
Verfügbarkeit sehr gut, da börsentäglich veräußerbar
Kosten normale Wertpapierspesen, abhängig von der Bank
Eignung als Basis jedes Vermögensaufbaus unverzichtbar

 

Fonds

In einem Investmentfonds schließen sich viele Anleger zu einer Gemeinschaft zusammen. Mit den dadurch zur Verfügung stehenden umfangreichen Summen können die Beteiligten alle Vorteile eines Großanlegers nutzen: Fachleute, die sich um die Anlage kümmern, und gute Konditionen beim Wertpapierhandel. Vor allem aber ist eine Risikostreuung möglich, d.h., das gemeinsame Geld kann auf viele verschiedene Wertpapiere aufgeteilt werden. Hinzu kommt das hohe Maß an Liquidität, denn Fondsanteile lassen sich werktäglich kaufen und verkaufen. Der Staat hat für diese Fonds mit seinen Gesetzen die Sicherheit stark erhöht, dafür sind die Fondsgebühren recht hoch. Die drei wichtigsten Hauptgattungen sind Aktienfonds, Rentenfonds (investieren nur in festverzinsliche Wertpapiere) und Mischfonds (investieren in Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen). Zudem gibt es offene Immobilienfonds, die Anteile an Immobilien beinhalten.


Kurzcheck Fonds:

Sicherheit hoch, da als Sondervermögen besonders geschützt
Rendite hängt von der Fondsart ab, langfristig rentieren sich Aktienfonds am besten
Verfügbarkeit sehr gut, da börsentäglich veräußerbar
Kosten hoch infolge von Ausgabeaufschlag und Verwaltungskosten, aber verhandelbar
Eignung eine Basisanlage für langfristige Anleger

 

ETFs

ETFs (Exchange-Traded-Funds) oder auch Indexfonds sind börsengehandelte Investmentfonds. Sie können wie Aktien oder Anleihen an den Börsen laufend ge- und verkauft werden und sind in der Regel passive Fonds. Das heißt, sie bilden eine bestimmte Größe, meist einen Index wie beispielsweise den DAX oder den EuroStoxx 50, 1:1 nach. Es können aber auch Kombinationen aus Indizes, wie zum Beispiel denen der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sein. Da ETFs auf ein Fondsmanagement verzichten und „nur“ den Index nachbauen, entstehen wesentlich geringere Kosten. Als Anleger kann man so ganze Märkte, Branchen, Regionen und Anlagestile zu sehr günstigen Kosten „erwerben“ und garantiert die Wertentwicklung der entsprechenden Indizes erreichen. ETFs werden von einigen Banken, insbesondere Direktbanken, auch als Sparpläne angeboten.

 

Kurzcheck ETFs

Sicherheit hoch, da als Sondervermögen besonders geschützt
Rendite hängt 1:1 vom nachgebildeten Index ab
Verfügbarkeit sehr gut, da börsentäglich veräußerbar
Kosten normale Wertpapierspesen, sehr geringe Verwaltungskosten
Eignung

als Basis für den Vermögensaufbau hervorragend geeignet

 

Zertifikate und Optionsscheine

Zertifikate und Optionsscheine sind rechtlich betrachtet Schuldverschreibungen, die statt Zinsen an die Anleger das Ergebnis von Finanzwetten auszahlen. Schuldverschreibungen sind weder durch eine Einlagensicherung wie Spargelder noch durch Sondervermögen wie Fonds oder Aktien im Depot gesichert. Das andere Risiko liegt darin, dass die den Zertifikaten zugrundeliegenden Finanzwetten nicht aufgehen, was häufig der Fall ist. Zertifikate werden meist nicht über die Börse gehandelt, sondern direkt über den Emittenten (Direkthandel). Die Kursbildung erfolgt also nicht durch Angebot und Nachfrage, sondern sie wird vom Bank-Computer fortlaufend errechnet. Eingeteilt werden Zertifikate in zwei Hauptkategorien: derivative Anlageprodukte (mit oder ohne Kapitalschutz), die beispielsweise einen Index nachbilden, und spekulative derivative Hebelprodukte wie Knock-Outs oder Optionsscheine, mit denen man auf bestimmte Entwicklungen „wetten“ kann. Zertifikate sind durch die Pleite der US-Bank Lehman Brothers in Verruf geraten, weil das vielen Anlegern in Lehman-Zertifikaten einen Totalverlust beschert hat.


Kurzcheck Zertifikate und Optionsscheine:

Sicherheit gering, da als Schuldverschreibung kein Schutz bei Bankpleite
Rendite zwischen Totalverlust und hohen Renditen
Verfügbarkeit sehr gut, da börsentäglich veräußerbar
Kosten normale Wertpapierspesen plus hohe unsichtbare Kosten
Eignung Wettinstrument für Spekulanten, denen Fußballtoto zu langweilig ist

 

Gold und andere Edelmetalle

Gold und andere Edelmetalle, insbesondere Silber, können physisch oder in Form von ETFs und Zertifikaten gekauft werden und überzeugen vor allem dann, wenn auf der Welt Unruhe herrscht, sei es politisch oder – mehr noch – wirtschaftlich und finanziell. Wenn Inflation droht, wenn Währungen kollabieren und Staatsschulden explodieren, ist Gold sprichwörtlich Gold wert. Silber ist noch wesentlich volatiler als Gold, weil es nicht nur als Schmuck und Anlage dient, sondern auch in der Industrie eingesetzt wird und damit konjunkturabhängig ist. Gold und Silber bringen keine laufenden Erträge, ihre Performance hängt nur von den oft sehr starken Preisbewegungen ab.

 

Kurzcheck Gold und andere Edelmetalle:

Sicherheit hoch bei physischem Kauf, gering bei "Papiergold"
Rendite sehr stark schwankend
Verfügbarkeit sehr gut, da börsentäglich zu veräußern
Kosten hoch bei physischem Kauf, niedriger bei "Papiergold"
Eignung in kleinen Mengen als Beimischung und Versicherung für extrem schlechte Zeiten